Abhängige wie nicht-abhängige Kokainkonsumenten sind weniger empathisch, sie verhalten sich in Interaktionen mit anderen weniger sozial und haben ein kleineres soziales Netzwerk als vergleichbare Personen ohne Drogenkonsum. Insbesondere die Empathiedefizite könnten hierbei substanzinduziert sein, wie Längsschnittdaten aus einer Untersuchung der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich nahelegen. Soziale Kompetenz und Empathie-Trainings könnten daher ein hilfreicher Ansatz sein, die
Psychotherapie der Kokainabhängigkeit zu unterstützen.

Boris B. Quednow, Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych., Assistenzprofessor, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Experimentelle und Klinische Pharmakopsychologie

zum Artikel