Im Jahr 2017 ist ein deutlicher Rückgang der an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldeten HIV-Diagnosen zu verzeichnen. Vermehrte Testung besonders exponierter Personengruppen und eine immer früher einsetzende Behandlung scheinen eine Trendwende ausgelöst zu haben. Inzwischen wird ein Drittel aller HIV-Diagnosen bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), in einem der fünf Schweizer «Checkpoints» festgestellt. Bei Syphilis und Chlamydien lagen die Fallzahlen leicht über den Werten des Vorjahres. Bei der Syphilis hat das BAG Hinweise auf eine deutliche Zunahme des Testens – vor diesem Hintergrund ist die Zunahme der Fallzahlen als gering einzustufen. Für die Gonorrhoe liegen dem BAG aufgrund einer Umstellung der Zählweise für 2017 Zahlen vor, welche nicht direkt mit denen des letzten Jahresberichts verglichen werden können. Belegt ist jedoch, dass unter anderem im Rahmen der STI-Testkampagne STARMAN das Testen auf Gonorrhoe und Chlamydien bei MSM massiv ausgeweitet wurde. Dem BAG wurden keine Fälle von multiresistenten Gonokokken angezeigt.

Quelle: BAG-Bulletin 47 vom 19. November 2018

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